01.09.2010
Erstligist Buxtehuder SV setzt die Glanzlichter
Die 8. Auflage des WMF-Cups bot dem Publikum Handball-Unterhaltung auf hohem Niveau. Die Damen-Teams aus den ersten, zweiten und dritten Ligen bewiesen in diesem recht kräftezerrenden Turnier, dass sie sich konditionell bereits sehr gut auf den bevorstehenden Saisonbeginn vorbereitet haben. Zwischen zwei und zweieinhalb Stunden (für die Halbfinalisten) betrug die Nettospielzeit. Überraschungen blieben aber aus. Erwartungsgemäß fand der Klassenunterschied nicht nur auf dem Papier sondern auch im Endergebnis seine Bestätigung. Der Bundesligist Buxtehuder SV gewann souverän dieses Turnier beim TSV Nord Harrislee und ließ auch im Finale dem dänischen Superligisten Team Esbjerg keine Chance.
Es war das erste Mal in der Geschichte des WMF-Cups, dass derart hochkarätige Teams vertreten waren. Dabei zeigte allen voran der Buxtehuder SV, dass sich das Team eine Woche vor dem Saisonstart in sehr guter Verfassung befindet. Der Bundesligist setzte eindeutig die sportlichen Glanzlichter, spielte phasenweise wie aus einem Guss und sehr variabel. BSV-Coach Dirk Leun war restlos zufrieden. "Das war schon sehr gut, was wir hier abgeliefert haben. Auch wenn wir das Turnierergebnis nicht überbewerten dürfen, sollten uns diese Spiele noch mehr Sicherheit geben. Wir freuen uns in jedem Fall auf den Saisonstart." Herausragende Akteurin in einem Team ohne sichtbare Schwächen war Spielmachern Randy Bülau, die zur besten Spielerin des Turniers gewählt wurde, was ihr an alter Wirkungsstätte entsprechend viel Applaus einbrachte. Mit Jana Krause (beste Torhüterin) erhielt eine zweite Buxtehuderin eine Auszeichnung. Dritte im Bunde bei der Extra-Ehrung war Lotte Grigel vom Team Esbjerg, die als beste Torschützin (19 Treffer) ebenfalls ein Präsent vom Turniersponsor erhielt.
Im Finale konnte aber auch Lotte Grigel an der Dominanz des BSV nichts ändern. Nur bis zum 3:3 hielt Esbjerg die Partie offen. Ein Treffer von BSV-Keeperin Jana Krause aus rund 40 Metern leitete einen Buxtehuder Zwischenspurt ein. So herrschten bereits ab dem 7:3 klare Verhältnisse, am Ende sprang ein deutlicher 15:7-Finalsieg heraus. Esbjergs Trainer Jan Paulsen nahm die abschließende Niederlage aber vergleichsweise gelassen. "Natürlich bin ich nicht ganz zufrieden. Man hat gemerkt, dass der Integrationsprozess für die zahlreichen Neuzugänge wohl noch etwas dauern wird."
Dieser Aufgabe sieht sich derzeit auch der TSV Nord Harrislee gegenüber, der nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses den Halbfinaleinzug verpasste und am Ende durch ein 15:12 über den VfL Bad Schwartau Platz fünf belegte. "Das Trainingslager und dieses Turnier haben uns einen großen Schritt nach vorne gebracht", urteilte TSV-Trainer Thomas Blasczyk über den Zustand seiner jungen Mannschaft. "Natürlich gibt es noch einige Dinge, die zu verbessern sind. Insgesamt bin ich aber mit den Fortschritten sehr zufrieden." Lob gab es vor allem für die Abwehrarbeit. "Das war schon recht gut. Und auch die Offensive findet sich allmählich."
Auch die Organisatoren des Turniers waren mit dem Verlauf des Turniers zufrieden - allen voran Heiko Köhler von der WMF-Filiale Flensburg und gemeinsam mit Tim Petersen Team-Manager der Nord-Damen. "Das Turnier bot den knapp 200 Zuschauern richtig guten Handballsport", so Köhler. Und sicherlich hätten noch einige mehr den Weg nach Harrislee gefunden, wenn nicht zeitgleich einige andere Handballturniere in der näheren Umgebung stattgefunden hätten. "Wir werden versuchen, dies bei der zeitlichen Planung des WMF-Cups im kommenden Jahr zu berücksichtigen. Auf jeden Fall sind wir bestrebt, ein ähnlich starkes Feld zusammen zu bekommen", so Köhler.
Quelle: SHZ Flensburger Tageblatt
________________________________________________________
29.08.2010
Buxtehuder SV gewinnt WMF CUP 2010 gegen Team Esbjerg
Der Nordexpress belegt den 5.Platz
Alle Ergebnisse
Weitere News |